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Mantis religiosa
In Europa, ist der warme Süden die Heimat
der Fangschrecke Mantis religiosa. Das weibliche
Tier
wird etwa 7cm groß, das Männchen bleibt mit 5cm erheblich kleiner und
schlanker. Es
gibt
eine braune und eine grüne Variante. Sie leben auf Büschen und Sträuchern,
aber auch auf dem
Boden
des Graslandes. Durch ihre bizarre Gestalt sind sie nicht leicht zu erkennen.
Die Imagines
(ausgewachsenen Tiere) erscheinen vom Ende des Sommers bis zum späten Herbst.
In dieser
Zeit
legen sie ihre, einem kleinen Pilz gleichenden, Ootheken an Blättern und Halmen
ab, in denen
die
Eier überwintern. Die Larven schlüpfen im Frühling, und leben genau so räuberisch
wie die
Imagines. Anfang des Winters sterben die ausgewachsenen Tiere.
Gottesanbeterinnen ernähren sich von Heuschrecken, Wespen, Bienen und anderen
kleinen
Insekten. Ab und zu fällt ihnen auch eine Spinne zum Opfer. Gottesanbeterinnen
sind mit den
Schaben
eng verwandt.
Ihren
Namen tragen sie daher, dass sie meistens regungslos auf den Pflanzen sitzen,
wobei
sie die
kräftigen Fangbeine, leicht ausgestreckt vor dem Oberkörper gefaltet haben, so
dass es
aussieht, als beteten sie.
Auf der Erde gibt es ca. 2000 Arten dieser Fangschrecken. Fast alle von ihnen
leben in den
Tropen.
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